Latentspeicher-Waermespeicher-Funktionsbild

Latentwärmespeicher für Solarthermie oder Prozesswärme

Latentwärmespeicher speichern thermische Energie durch die Änderung des Aggregatzustandes im Speichermedium. Derartige Speichermedien werden auch als Phasenwechselmaterialien (PCM - Phase Change Material) bezeichnet.

Zu diesen PCM zählen beispielsweise Paraffine, auch bekannt als Grundstoff für Kerzen, die beim Schmelzen sehr viel Wärmeenergie aufnehmen (Energieladung), welche sie beim Erstarren wieder abgeben können (Energieentladung). Ähnlich verhalten sich einige Salze. Dabei verändert sich während des Beladevorgangs bis zum Erreichen des Schmelzpunkts die Eigentemperatur des PCM kaum.

Der Vorteil dieser Wärmespeichertechnik beruht hauptsächlich darauf, in einem je nach Material genau festgelegten Schmelztemperaturbereich möglichst viel Wärmeenergie in möglichst wenig Masse speichern zu können.

Durch den Einsatz der Latentwärmespeicher ist in Zukunft beispielsweise ein wirtschaftlicherer Betrieb von Solarthermie gegeben. Die latente Speicherung ermöglicht eine Brückung des Wärmevorrats über Zeiträume mit geringer Solarstrahlung. In unseren Breiten ist dann bei entsprechenden energetischen Gebäudeenergiestandard auch eine solare Deckung von über 80 % möglich

PDF IKZ-Haustechnik Fachportal - Langfristige Wärmespeicherung mit Latentspeicher